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CAT Automatisierte Übersetzung

Können Sie sich noch vorstellen, Ihren Job so zu machen wie vor 20 Jahren? Wahrscheinlich nicht. Das gilt auch für das Übersetzungsgeschäft.

Allerdings stößt die Technik auch bei der Sprachübertragung an ihre Grenzen – wer sich häufiger der Dienste von Google Translate bedient, dürfte dies wissen.

Die Tools, die professionelle Übersetzer verwenden, funktionieren dagegen ganz anders als Übersetzungsprogramme wie Google Translate. Es handelt sich um so genannte Translation Memorys. Diese Systeme merken sich einen Satz, den man irgendwo schon einmal übersetzt hat. Und unter Umständen taucht dieser Satz in einer anderen Übersetzung genauso wieder auf. Dann hat man einen 100%igen Match.

Zusätzlich gibt es auch Teilmatches. Wenn ich den Satz „In England regnet es auch im Sommer häufig“ schon einmal übersetzt habe und es taucht jetzt der Satz auf „In Schottland regnet es auch im Sommer häufig“ auf, teilt die Software dem Übersetzer mit, dass eine bestimmte Prozentzahl der Wörter schon einmal übersetzt wurde.

Dadurch kann man zum einen sicherstellen, dass man identische Texte immer gleich übersetzt und zum anderen natürlich auch Zeit (und dadurch Geld) sparen. Aber auch hier gibt es Grenzen. Denn auch ein 100%iger Match kann nicht immer gleich übersetzt werden. Stellen Sie sich vor, Sie übersetzen ein Buch, in dem ein Onkel seinen Neffen fragt „Do you like fish?“. Die Übersetzung ist einfach: „Magst du gerne Fisch?“. Die gleiche Frage kann aber auch ein Angestellter seinem Vorgesetzten stellen, wenn er mit ihm zum Essen im Restaurant ist: „Do you like fish?“. 100%iger Match, klare Sache für die Maschine: „Magst du gerne Fisch?“, aber als Übersetzung grob daneben. Denn für die Karriere dürfte es förderlich sein, seinen Chef zu siezen, also „Mögen Sie gerne Fisch?“. Anderes Beispiel gefällig: „Initial Training“ kann man wunderbar als „Anfängliche Schulungsmaßnahme“ übersetzen, wenn es um die Aus- oder Weiterbildung in einem Unternehmen geht – in den AGBs eines Fitnessclubs könnte das etwas komisch klingen….

Lange Rede kurzer Sinn: Auch wenn Teile eines Textes bereits übersetzt wurden, muss immer noch ein humanes Gehirn zwischengeschaltet werden. Sicherlich wird es immer weniger menschlicher Input sein, der nötig ist, aber ganz darauf verzichten dürfte man in absehbarer Zeit nicht können. Denn wie soll die Maschine wissen, wann ein shareholder ein Aktionär und wann ein Gesellschafter ist? Und wann der Gesellschafter im Deutschen shareholder und wann partner ist? Zum Glück gibt es uns – und wir fragen bei Ihnen nach um sicher zu sein.

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